Sauerland-Recherche Teil 3: Der kurze Weg zum Biggeblick

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Der Biggeblick. Fotos: Henze

Am 1. August 1956 trat das Biggetalsperrengesetz in Kraft. Der Bau des Stausees begann noch im gleichen Jahr und wurde 1965 beendet. Die Biggetalsperre ist die fünftgrößte in Deutschland. Sie dient der Wasserspeicherung für das Ruhrgebiet und der Wasserstandsregelung der Ruhr selber. Inzwischen gehört sie aber auch zu den touristischen Höhepunkten im südlichen Sauerland.

Schön hoch! Fotos: Henze
Schön hoch! Fotos: Henze

„Nein, das ist kein Problem, nur ein kurzer Weg, parken kann man unten beim Campingplatz“, so die Dame vom Tourismusverein, ich erinnere mich genau. Also los. Zum Skywalk sollte es gehen, dem Biggeblick, also der neuen Aussichtsplattform hoch über der Talsperre, die einen phantastischen Blick über See und Landschaft gewähren soll.

SGV-Hütte vor dem Biggeblick
SGV-Hütte vor dem Biggeblick

Es ist ein heißer Tag, es ist mittags, der Parkplatz ist schnell gefunden. Gemächlich steigt der Fußweg in die Höhe, die Kameratasche drückt, der Weg wird enger und vor allem steiler, Teufel, davon ist nicht die Rede gewesen. Man hätte natürlich gut selbst drauf kommen können, dass eine Aussichtsplattform auf einem Mittelgebirgsberg vermutlich nicht in einer Talsenke liegen wird, und der Fußweg wird steiler. Nun ja, richtig weit ist der Weg  vom Parkplatz bis zur Aussichtsplattform wirklich nicht, aber dafür irgendwie senkrecht. Völlig ausgepumpt kommt man da oben an, wie schön, kein Mensch zu sehen, der Imbiss ist auch zu, immerhin scheint die Sonne und nach wenigen Minuten ruhigen Durchatmens ist auch die Gefahr gebannt, doch noch auf dem Skywalk zu kollabieren. Die Aussicht ist jedenfalls toll, die Natur phantastisch; kein Wunder, dass man gerade an dieser Stelle den Skywalk in den Fels gerammt hat.

Die phantastische Seenlandschaft
Die phantastische Seenlandschaft

Rund 2.500 Menschen mussten einst für die Biggetalsperre weichen, wurden in die neuen Ortschaften Neu-Listernohl, Sondern-Hanemicke und Eichhagen umgesiedelt. 4,4 km Bundesstraße, 14,8 km Landstraße, 18,2 km Kreis- und Gemeindestraßen sowie 31 km Radwege mussten neu gebaut werden. Acht große Talbrücken und 23 kleinere mussten ebenfalls neu errichtet werden. Die Marien-Kapelle Waldenburg musste ebenfalls dem Bau der Biggetalsperre weichen. Sie wurde an das Ufer des Sees umgesetzt.

Das Hinweisschilder zum Skywalk
Das Hinweisschilder zum Skywalk

Im Laufe der Jahren hat sich die Biggetalsperre, ebenso wie die Listertalsperre, zu wahren Tourismusmagneten entwickelt.  Wassersport kann man dort treiben, Rundfahrten auf zwei Personenschiffen machen. Ein begehrter Tauchspot ist die Biggetalsperre ebenfalls.

Viele Urlauber beziehen besonders in der Sommersaison mobile Unterkünfte auf den Campingplätzen rund um den See herum, von denen einige in unmittelbarer Seenähe liegen. Zu erreichen ist die Biggetalsperre einfach, und wie beschrieben, der Weg bis zum „Biggeblick“ ist nur ein kurzer. Haha! Wolfgang Henze

Wolfgang Henze
Wolfgang Henze

Info: www.biggesee.de

Campingurlaub steht hoch im Kurs am Biggesee
Campingurlaub steht hoch im Kurs am Biggesee

 

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