Grüne Sensibelchen: Hapag-Lloyd bringt Bananen nach Europa

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Hamburg (wwot) – Jahr für Jahr transportiert Hapag-Lloyd rund 260.000 Tonnen Bananen – das entspricht 25.000 Containern (TEU). Bananen sind die wichtigsten Früchte für den internationalen Handel. Zwar werden sie schon seit mehr als 4.000 Jahren angebaut. Doch erst vor rund 120 Jahren wurden sie für viele tropische und subtropische Länder zum wichtigsten Exportschlager. Doch bevor Hapag-Lloyd Schiffe Bananen nach einigen Tagen auf See in den Häfen ausliefern können, haben sie eine ziemliche Odyssee hinter sich.

Geerntet wird, wenn die Früchte noch grün und hart sind. Behutsamkeit ist dabei Trumpf, denn Bananen sind extrem druckempfindlich. Ein Arbeiter schlägt den Stamm der Bananenpflanze mit der Machete ab, ein zweiter Arbeiter bringt den 30 bis 50 Kilogramm schweren Bananenstrunk dann zu einer Seilbahn. An der Verpackungsstation werden die einzelnen Büschel vom Stiel geschnitten, mit Desinfektionsmitteln und Fungiziden behandelt, sortiert, etikettiert und in Kartons verpackt. An der Verpackungs-Station erfolgt auch eine Sichtkontrolle der Bananen: beschädigte oder für den Export ungeeignete Früchte werden aussortiert. Wichtig ist, dass keine gelben (also reifen) Bananen verpackt werden. Durch Ausscheidung von Ethen würden sie alle anderen grünen Bananen während des Transportes zur vorzeitigen Reifung bringen.

Bananen "schlafen" in Kühl-Containern. Fotos: Hapag-Lloyd
Bananen „schlafen“ in Kühl-Containern. Fotos: Hapag-Lloyd

Jetzt werden die Kartons in Kühlcontainer (Reefer) von Hapag-Lloyd verladen. Während des Transports muss eine konstante Temperatur von 13,5 Grad Celsius eingehalten werden – die sogenannte „Stillhaltetemperatur“. Die kontrollierte Temperatur führt dazu, dass die Bananen “schlafen“ und ein vorzeitiges Reifen verhindert wird. Eine falsch eingestellte oder schwankende Temperatur kann zu Schäden an der Ware führen und die Bananen dadurch unverkäuflich machen.

Von hier aus geht es direkt aufs Schiff. Die Kühlcontainer werden nach der Verladung an den Stromkreislauf des Schiffes angeschlossen und während des gesamten Transportes zweimal am Tag von der Schiffsbesatzung überprüft. Für Transporte, die eine Transitzeit von 21 Tagen überschreiten, kann zusätzlich zur Temperatur auch die Atmosphäre im Reefer kontrolliert werden. Die kontrollierte Atmosphäre hat zur Folge, dass Bananen noch tiefer in den „Schlaf“ versetzt werden und so die „Lebenserwartung“ verlängert wird.

Die Lagerung wird regelmäßig kontrolliert
Die Lagerung wird regelmäßig kontrolliert

In den Empfängerländern werden die Bananen in speziellen Reifereien vier bis acht Tage kontrolliert nachgereift. Dazu wird die Temperatur allmählich auf 18 Grad Celsius hochgefahren, bis sie den richtigen Reifegrad für den Verkauf aufweisen. In diesem Prozess wird hoch verdünntes Ethen (bzw. Ethylen) zugegeben – es sorgt für die Reifung und die Bildung von Zucker. Auch jetzt noch müssen Temperaturschwankungen vermieden werden, da dadurch einzelne Bananen zu schnell reifen und platzen könnten. Haben die Bananen den richtigen Reifegrad erreicht, werden sie in den Einzelhandel gebracht. Dort bevorzugt man Bananen, die bereits gelb sind, aber noch grüne Spitzen aufweisen. In den Geschäften können die Bananen dann weiterreifen.

Die heute weltweit führenden Exportnationen sind Ecuador, Costa Rica, Kolumbien, Panama und die Philippinen. Indien ist zwar mit etwa 25 Millionen Tonnen und ungefähr 28 Prozent der Weltproduktion das Land mit der größten Produktionsmenge, kann aber aufgrund der Infrastruktur nur zu einem geringen Teil seine Bananen exportieren.

Die wichtigsten Importländer sind die USA, Japan und die EU. Innerhalb der EU ist die Bundesrepublik Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 10 Kilogramm Bananen im Jahr der bedeutendste Absatzmarkt. Die meisten davon haben im Verlauf ihrer Reise einen Hapag-Lloyd-Reefercontainer von innen gesehen.

 

Text und Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung dem Online-Magazin “Hapag-Lloyd Insight” entnommen: Link

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