Achtung, Lebenswichtig: Insulin-Transport im Kühlcontainer

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Hamburg (wwot) – Ist der Inhalt von Hapag-Lloyds hochmodernen Kühlcontainern, so genannte Reefer, besonders wertvoll, kann es sich unter Umständen um Ladung handeln, von der Menschenleben abhängen. Immer öfter enthalten die Reefer hochwertige Medikamente wie Insulin – jenes Hormon, das sich Diabetiker zur Senkung des Blutzuckerspiegels mehrmals täglich spritzen müssen.

Schätzungsweise 400 Millionen Diabetiker gibt es weltweit. Ihre Anzahl hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt und könnte bis 2035 Schätzungen zufolge noch einmal um die Hälfte zunehmen, verglichen mit dem heutigen Stand. Daher wird es immer wichtiger, das lebenswichtige Medikament zu den Patienten zu bringen. Und hier kommt immer öfter das Containerschiff ins Spiel.

Medikamente gehören zu den Ladungsarten, die lange nicht „containerisiert“ wurden – doch zurzeit werden die empfindlichen Produkte zunehmend auch in Reefern verschifft. Sie müssen deshalb nicht mehr, wie bis vor ein paar Jahren, per Luftfracht zu sehr hohen Kosten transportiert werden. Möglich macht die Reise per Schiff heute die zuverlässige Technologie der hochmodernen Kühlcontainer. 2014 transportierte allein Hapag-Lloyd mehr als 8.300 TEU Medikamente (1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Container). Darunter ist auch das besagte Insulin, das vor allem in Europa und in den USA produziert und von dort in die Welt verschifft wird. Zu den größten Abnehmern zählen insbesondere die entwickelten Industrieländer, in denen Diabetes aufgrund der fett- und zuckerhaltigen Nahrung gehäuft vorkommt. Das sind in erster Linie die USA und Nordeuropa, aber zunehmend auch China und Südamerika.

Der Transport des Medikaments ist dabei vergleichsweise aufwändig: Denn Insulin ist besonders temperatursensibel. Fällt die Transporttemperatur auf null Grad Celsius oder steigt sie über acht Grad Celsius, besteht die Gefahr, dass sich Haltbarkeit und Effektivität der Medizin entscheidend verringern. Deshalb müssen die Kühlcontainer die Temperatur im Inneren während des gesamten Transportes konstant halten – egal, ob draußen subtropische Schwüle oder eisige Kälte herrschen. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Produkt-Temperatur von fünf Grad Celsius, Schwankungen sind meist nur zwischen zwei bis acht Grad Celsius erlaubt. Das wird an Bord der Hapag-Lloyd-Schiffe und in den Häfen regelmäßig kontrolliert.

Insultransport ist hochanspruchsvoll. Fotos: Hapag-LLoyd
Insultransport ist hochanspruchsvoll. Fotos: Hapag-LLoyd

Zudem ist Insulin sehr teuer: Ein Container mit dem Medikament erreicht schnell einen Wert von fünf Millionen US-Dollar – das ist etwa das 500-fache einer Reefer-Ladung Bananen. Aus diesem Grund zählt das Medikament bei Hapag-Lloyd zu der besonders wertvollen „High Value Ladung“, die mit Hilfe genau definierter Sicherheitsprozesse besonders geschützt wird. Denn insbesondere bei Medikamenten ist ein reibungsloser Transport entscheidend. Ein Container mit beschädigter und in ihrer Wirksamkeit eingeschränkter Medizin würde nicht nur einen teuren Verlust bedeuten, sondern kann auch die Patienten am Bestimmungsort in Gefahr bringen –  beispielsweise dann, wenn der Nachschub nicht rechtzeitig in den Apotheken und Krankenhäusern ankommt.

Text und Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung dem Online-Magazin „Hapag-Lloyd Insight“ entnommen: Link

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