Premiere: Der „weiße Bär“ passiert erstmals den Nord-Ostsee-Kanal

Schiffe mit Flüssiggas-Antrieb sind ein Stück maritime und ökologischer Zukunft

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MV "Kvitbjörn" passiert Sehestedt auf der Reise nach Norwegen. Fotos: Henze

Sehestedt (wwot) – Eine Premiere erlebte dieser Tage der Nord-Ostsee-Kanal. Zum ersten Mal nutzte das neue RoRo-Schiff „Kvitbjörn“ -weißer Bär- die künstliche Wasserstraße auf seiner Reise von Cuxhaven nach Norwegen. Die „Kvitbjörn“ gehört einer völlig neuen Generation von Frachtschiffen an und ist durch seinen Flüssiggas-Antrieb nahezu emissionsfrei. Dieser Schiffstyp wird dadurch höchsten ökologischen Anforderungen gerecht. Gemeinsam mit dem baugleichen Schwesterschiff „Kvitnos“ -weißer Delphin- verbinden sie Eemshaven/Niederlande und Cuxhaven in Deutschland im Liniendienst mit kleineren Häfen entlang der norwegischen Westküste.

Erst im April dieses Jahres wurde das neue RoRo-Schiff „Kvitbjörn“ für die norwegische Reederei Nor Lines in Dienst gestellt. Auf knapp 5.000 Quadratmeter Fläche auf vier Decks wird vor allem rollende Ladung, beispielsweise Lkw-Trailer, transportiert. Der bordeigene Kran hebt bis zu 80 Tonnen, so dass die beiden Schiffe keine Entladeeinrichtungen in Häfen benötigen. Sie verfügen ebenfalls über bordeigene Gabelstapler und Radschlepper für geladene Trailer. Die beiden unteren Ladedecks sind Kühlräume mit unterschiedlichen Temperaturzonen. Bei knapp 120 m Länge und einem Tiefgang von 5,5 m können „Kvitbjörn“ und „Kvitnos“ auch kleinere Häfen ansteuern. Durch den Flüssiggas-Antrieb werden die beiden Schiffe strengsten Umweltansprüchen gerecht. Das Antriebskonzept ist vergleichbar mit dem des neuen Seebäderschiffs „Helgoland“ (worldwideontour.de berichtete darüber: Link), das erst in der vorletzten Woche in Dienst gestellt worden ist.

Ein moderner Frachter mit Flüssiggas-Antrieb.
Ein moderner Frachter mit Flüssiggas-Antrieb.

Die Reederei Nor Lines AS ist eine Tochtergesellschaft der DSD-Gruppe. Das Hauptquartier ist in Stavanger angesiedelt. Die Reederei betreibt insgesamt 15 Hafen-Terminals in Norwegen. Ein weitverzweigtes Netz an Agenturen und die Präsenz in nahezu 50 Häfen entlang der Küste von Norwegen, aber auch die Kooperation mit Häfen in Dänemark, Schweden, Estland, Finland, Niederlande, Polen und Deutschland decken einen großen Teil Nordeuropas ab. Nor Lines bietet ein abgestimmtes Logistik-System an Land und in See an. Dabei werden ebenfalls die Frachtkapazitäten der norwegischen Postschiffe von Hurtigruten disponiert, die ebenfalls zu Nor Lines gehören. Besonderen Wert legt die Reederei auf Umwelt-Verantwortung. Nor Lines setzt einen „grünen“ Standard in See mit den beiden neuen Schiffen. Die Reederei betreibt mit mehr als 400 Mitarbeitern sieben Frachtschiffe und elf Postschiffe von Hurtigruten. Wolfgang Henze

Info: Link

Das charakteristische Heckladetor eines RoRo-Schiffs
Das charakteristische Heckladetor eines RoRo-Schiffs

 

 

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