Die „Eisschiffe“ von Hapag-Lloyd

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Die "Milan Express" auf der Reise nach Montreal. Foto: Jaques Gauthier.

Montreal/Hamburg (wwot) – Das kanadische Montreal ist eine der wichtigsten Drehscheiben für Schiffsfracht in Nordamerika. Auch Hapag-Lloyds Schiffe helfen, die Fahrrinne im Winter eisfrei zu halten.

Durch den Sankt-Lorenz-Golf und über den Sankt-Lorenz-Strom gelangen Schiffe bis tief in den amerikanischen Kontinent hinein. Die Strecke bis Montreal misst knapp 700 Seemeilen, die Passage eines Containerschiffs dauert normalerweise rund 44 Stunden. In den oft harten Wintern stellen Eis, gefrierende Gischt und tiefe Temperaturen Schiffe und Besatzungen hart auf die Probe. Zwar halten Eisbrecher die Fahrrinne ganzjährig frei. Um unter winterlichen Bedingungen sicher und pünktlich navigieren zu können, bedarf es akribischer Vorbereitung.

„Für uns stellen diese Bedingen grundsätzlich kein Problem dar“, erläutert Donald Poirier von Hapag-Lloyd in Montreal. Alle Hapag-Lloyd Schiffe, die Montreal anlaufen, seien bestens für die Schifffahrt unter arktischen Bedingungen ausgerüstet. „Einige der Schiffe wurden eigens für den Sankt-Lorenz-Strom konstruiert und besitzen eine Eisklasse“, unterstreicht Poirier. Auch die Kapitäne seien oft Arktis-erfahren.

Die Einhaltung des Fahrplans ist wichtig, denn Montreal ist für Hapag-Lloyd eine bedeutende Destination. Drei Dienste verbinden Nord- und Südeuropa mit Kanadas hinter Vancouver zweitgrößtem Hafen und machen Hapag-Lloyd – gemessen am Transportvolumen – zum größten Container-Carrier in Montreal.

Damit die Passage auch im Winter zuverlässig funktioniert, trifft Hapag-Lloyd zahlreiche Vorkehrungen. „Alle wichtigen Systeme an Bord werden beheizt. Wir haben zwei Radarsysteme und nehmen zwei Lotsen an Bord“, nennt Poirier einige wichtige Maßnahmen. Droht Eis die Kühlwasserventile zu verstopfen, stellt die Besatzung auch dieses System um. Für das so genannte Inter-Cooling wird das Kühlwasser aus den eigenen Ballasttanks statt aus der gefrierenden See entnommen, denn ein Ausfall der Motorenkühlung wäre fatal und könnte zur Manövrierunfähigkeit führen.

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Die „Valencia Express“ (2.298 TEU) auf dem Weg nach Quebec. Foto: Pascal Rheaume

 

Schiffe wie Hapag-Lloyd’s „Montreal Express“, „Toronto Express“ oder die erst im Dezember 2015 hinzugekommene „Quebec Express“ gehören mit einer Transportkapazität von mehr als 4.000 Standardcontainern (TEU) zu den größten, die Montreal anlaufen können. Dass sie mit jeweils rund 50.000 PS auch zu den am kräftigsten motorisierten Schiffen zählen, trägt im Winter zu ihrem guten Ruf in Kanada weiter bei. „In Konvoys fahren unsere Kapitäne oft als Erste hinter dem Eisbrecher“, berichtet Poirier, „das macht unsere PS-starken Schiffe auch bei den Lotsen sehr beliebt.“

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Text und Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung Hapag-Lloyd Insight entnommen: Link

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