Willkommen an Bord: Neue Azubis bei Hapag-Lloyd

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Die neuen Auszubilden bei Hapag-Lloyd. Fotos: HL
 

Hamburg (wwot) – Für 64 junge Menschen stellte der August 2016 etwas ganz Besonderes da: Am letzten Montag haben sie ihre Berufsausbildung bei Hapag-Lloyd begonnen. Vorstandsvorsitzender Rolf Habben Jansen ließ es sich nicht nehmen, die 22 jungen Frauen und 42 jungen Männer in der Hamburger Unternehmenszentrale persönlich zu begrüßen, und fand gleich ermutigende Worte für die Neuen: „Zahlreiche unserer heutigen Führungskräfte und Kapitäne sind ehemalige Hapag-Lloyd Auszubildende“, unterstrich der Unternehmenschef die guten Perspektiven des eigenen Nachwuchses.

Exakt 239 Auszubildende und duale Studenten beschäftigt Hapag-Lloyd derzeit. Damit ist das Unternehmen der größte maritime Ausbilder in Deutschland und leistet einen bedeutenden Beitrag dazu, Deutschlands Status einer führenden Seefahrtsnation zu erhalten. Bis zu 90 Prozent aller Absolventen bleiben nach ihrer Ausbildung im Unternehmen.

Container weltweit sind das Geschäft.
Container weltweit sind das Geschäft.

Wer als junger Mensch bei Hapag-Lloyd Karriere machen will, hat vielfältige Möglichkeiten; steht aber zunächst vor einer Grundsatzentscheidung: Land oder See? Aktuell sind 127 Nachwuchskräfte im Land- und 112 im Seebereich im Einsatz. Im Landbereich stehen vor allem kaufmännische Berufe im Vordergrund. Ein Teil der Auszubildenden beginnt zudem einen der dualen Studiengänge wie Logistics Management, Maritime Management oder Wirtschaftsinformatik. Im Seebereich steht die Ausbildung zum Schiffsmechaniker sowie zum Nautischen oder Technischen Offiziersassistenten im Vordergrund. Diese Ausbildungsberufe dienen als Voraussetzung für ein dreijähriges Studium der Nautik oder Schiffsbetriebstechnik.

Zu den acht jungen Menschen, die am 1. August bei Hapag-Lloyd eine Ausbildung zum Nautischen Offiziersassistenten begonnen haben, gehört Julia Matthies. Im folgenden Interview verrät die 21-Jährige, warum sie den Platz auf der Brücke jedem Bürojob vorzieht.

 

„Überall nur Wasser – ein Traum!“ – Interview mit der See-Auszubildenden Julia Matthies

 

Julia Matthies macht Karriere an Bord.
Julia Matthies macht Karriere an Bord.

Sie beginnen heute bei Hapag-Lloyd eine Ausbildung zur Nautischen Offiziersassistentin. Was reizt Sie daran, zur See zu fahren?
Ich wollte eigentlich gleich nach dem Abitur zur See fahren, aber damals war ich vom Gefühl her noch nicht ganz reif für die große, weite Welt. Daher habe ich mich zunächst entschlossen, erst einmal etwas „Vernünftiges“ zu lernen, wie in meiner Familie anfangs gerne betont wurde. Jedenfalls habe ich dann zunächst eine Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau bei Hapag-Lloyd absolviert. Im Rahmen eines Praktikums durfte ich schon während der Ausbildung fünf Wochen auf unserer „Kuala Lumpur Express“ mitfahren – ein Traum! Ich habe festgestellt, dass es für mich kaum etwas Schöneres und Befreienderes gibt, als auf der Brücke zu stehen und rundherum ist nur Wasser. Darum möchte ich unbedingt zur See fahren.

Als gebürtige Hamburgerin sind Sie natürlich vorbelastet …
Ich bin in Finkenwerder aufgewachsen – einem Hamburger Stadtteil direkt an der Elbe. Und tatsächlich ist schon mein Opa als Matrose zur See gefahren und hatte später dann seinen eigenen Fischkutter. Des Weiteren besitzt meine Familie ein Segelboot.“ Von daher gab es schon immer eine gewisse Nähe zum Wasser.

Was erwartet Sie in den ersten Monaten Ihrer See-Ausbildung?
Wir fangen jetzt in Hamburg mit einer Starterwoche an, in der wir Vorträge hören, Ausflüge machen und das Unternehmen besser kennenlernen. Anschließend geht es für zwei Wochen auf die Seefahrtschule Elsfleth zum Sicherheitsgrundlehrgang. Danach stehen zwei Wochen Technik auf dem Lehrplan. Als Nautiker stehen wir zwar überwiegend auf der Brücke und nicht im Maschinenraum. Ein grundlegendes technisches Verständnis brauchen wir natürlich trotzdem.

Und wann heißt es für Sie wieder „Leinen los“?
Anfang September gehe ich für zehn Wochen auf die „Chicago Express“ zur Gruppenreise der Auszubildenden von Hamburg u.a. nach New York. Dort lernen wir alles über Navigation, Instandhaltung, Ladungswachen und was wir sonst noch wissen müssen. Danach gibt es Urlaub, anschließend geht es wieder an Bord. Ich benötige im Rahmen meiner Ausbildung insgesamt zwölf Monate Netto-Fahrtzeit, rechne also damit, in etwa 18 Monaten fertig zu sein.

Frauen an Bord gelten heute zwar nicht mehr als „Exoten“, sind aber doch stark in der Unterzahl. Laufen Sie nicht Gefahr, in der Männergesellschaft an Bord ein bisschen zur Außenseiterin zu werden?
Nein, ich habe bisher an Bord nur gute Erfahrungen gemacht. Die Atmosphäre war stets freundschaftlich und der Umgang respektvoll, sodass man sich schnell als Team verstand. Wir hatten bereits auf der ersten Reise viel Spaß zusammen. Da mache ich mir keine Sorgen.

Junge Leute in Ihrem Alter verbringen heute viel Zeit im Internet und kommunizieren über soziale Netzwerke. Das geht an Bord, schon wegen der reduzierten Datenraten, nicht so gut. Wie gehen Sie damit um, und haben sie nicht Sorge, dass der Kontakt zur Familie und den Freunden darunter leiden wird?
Ich denke, mir wird der Verzicht recht leichtfallen, da ich über E-Mail trotzdem mit der Familie und engen Freunden in Kontakt bleiben kann. Ich persönlich finde es auch mal entspannend, beispielsweise bei Whatsapp nicht immer sofort zurückschreiben zu müssen.

Wie geht es nach dem Absolvieren der zwölfmonatigen Seefahrtszeit weiter?
Ich werde anschließend Nautik studieren. Das Studium beinhaltet sechs Theoriesemester und zwei Praxissemester, die ich durch meine Fahrtzeit bereits absolviert habe. Jedoch sind die Aussichten gut, auch in den Semesterferien wieder für Hapag-Lloyd fahren zu können. Nach meinem Abschluss habe ich dann die Befähigung zum Brückenwachdienst und kann damit als Wachoffizierin zur See fahren.

Julia Matthies hat bereits ein Praktikum auf der "Kuala Lumpur Express" absolviert.
Julia Matthies hat bereits ein Praktikum auf der „Kuala Lumpur Express“ absolviert.

 

Text, Fotos und Video wurden mit freundlicher Genehmigung dem Online-Magazin „Hapag-Lloyd Insight“ entnommen: Link

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