Auf starken Rädern rollen

Nach Alaska soll es gehen, im Winter zum Nordkap und nach Island auch

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Die "Bergziege" mit neuem Fahrwerk.

Nach Alaska bis hoch zur Prudhoe Bay soll es gehen, nach Island und, ein weiteres Ziel ist kürzlich dazugekommen, in einem Winter zum Nordkap. Nicht alle Strecken sollen mit dem Phoenix-Wohnmobil gefahren werden, vielmehr wurde für die kurzen rauen Wege vor knapp einem Jahr die „Bergziege“ angeschafft, die als Beiboot dem Phoenix-Wohnmobil auf einem Trailer nicht nur bei diesen Reisen folgen wird.

Bereits im ersten Dienstjahr konnte der Jimny seine Qualitäten im Baltikum und in Südfrankreich unter Beweis stellen. Selbst Fahrten in den teilweise ausgetrockneten groben Flussbetten der Memel in Litauen und der Ibie im Department Ardèche brachten ihn nicht aus der Ruhe. Ein feiner kleiner geländegängiger Wagen, der zwei Journalisten mit reichlich Equipment locker durch die Wildnis fährt.

Neue Federn, neue Dämpfer. Fotos: Henze

 

Im Laufe des letzten Jahres wurden auch bereits etliche Änderungen an dem Fahrzeug vorgenommen, deren Zweck es ist, die Standfestigkeit des Fahrzeugs im Gelände und auf Schotterstrecken noch weiter zu verbessern. Dazu gehören neben einer keramischen Versiegelung, zusätzlicher Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz, auch Rammschutzleisten, Trittbretter, Frontbügel, Dachgepäckträger und zusätzliche Scheinwerfer. Die Rücksitzbank ist mittlerweile unter einer kompletten Kunststoff-Kofferraumauskleidung verschwunden, so dass der Jimny nur noch zweisitzig genutzt werden kann. Ein großer Vorteil ist auch, dass der Jimny das einzige richtig geländegängige Fahrzeug auf dem deutschen Markt ist, dessen Gewicht es zulässt ihn auf einem Einachs-Trailer zu transportieren. Ein Vorteil, weil man einen Einachser auch mal per Hand um die nächste Ecke schieben kann.

Michael (links) und Alexander Gollek haben Offroad-Umbauten im Griff.

Im Dezember hat die „Bergziege“ dann die nächste Ausbaustufe erreicht, denn bei „Gollek Automotive“ in Zorbau wurde kürzlich das Fahrwerk umgebaut, ein weiterer Schritt in Richtung „heavy duty“-Nutzung. Aber der Weg nach Zorbau war nicht leicht, denn zuerst musste ja festgestellt werden, wie das Fahrwerk denn werden soll, beziehungsweise was es denn letztlich können soll.

Gollek Offroad Racing

Also, schlau gemacht in diversen Foren, Gruppen und Communities, viel erfahren, viel Verwirrung, langsam lichtete sich der Nebel, es wurde deutlich was Not tun würde, um 800 km rappel-rappel-Schotterstrecke von Fairbanks bis nach Deadhorse und Geländestrecken bestehen zu können. Bei einem Gespräch mit der von mir sehr geschätzten Autowerkstatt, die auch für alle Umbauten bisher erfolgreich verantwortlich zeichnete, wurde aber schnell deutlich, dass insbesondere ein Fahrwerksumbau in Verbindung mit größeren Rädern nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen sein wird, da eine Einzelabnahme notwendig würde und möglicherweise auch Übersetzung und Tacho angepasst werden müssen. Da machte sich dann doch ein wenig Ratlosigkeit breit, denn natürlich, dass sind schon Umbauten, die auch für eine qualifizierte Fachwerkstatt nicht alltäglich sein müssen. Also, google google, und dann ein Telefongespräch mit Alexander Gollek, dem Chef von „Automotive Gollek“ und „Gollek Offroad Racing“ in Zorbau geführt. Nach kurzer Zeit waren wir uns einig, wenige später -als alle Teile vorrätig waren- ging´s dann flott mit dem Phoenix und angehängtem Jimny nach Zorbau.

Auf Testfahrt

Freundlich empfangen, kompetent beraten, fleißige und vor allem gut aufeinander eingestimmte Techniker, tatsächlich war der Umbau für die, inklusive Einzelabnahme, eine echte Kleinigkeit, an anderen Jimnys in der Werkstatt konnte man erkennen, zu was die Gollek-Männer technisch in der Lage sind.

Ab nach Hause.

Die „Bergziege“ bekam jedenfalls ein australisches Old Man Emu-HD-Fahrwerk, einen Trailmaster Lenkungsdämpfer, 60 mm Spurplatten und wurde auf BF Goodrich 215/75 R15 All Terrain-Räder gestellt. Dann wurde die Vorderachse laservermessen, der Tacho überprüft und das Fahrzeug von der Dekra abgenommen. Das Ergebnis war phantastisch, der Jimny ist jetzt gut 7,5 Zentimeter höher, fährt sich unglaublich soft und angenehm, als ob das Auto drei Klassen größer geworden wäre. Erste Versuche in einer Kiesgrube bewiesen auch das erheblich bessere Kletterverhalten. Alles in allem ist der Jimny jetzt wieder ein ganzes Stück dichter an die künftigen Reiseziele rangerückt. Eigentlich ist er jetzt komplett umgebaut, aber mal schauen, vielleicht tut ja noch ein kleiner Bodylift gut und ein Schnorchel ebenfalls, für die Flussdurchfahrten auf Island sicher nützlich. Wolfgang Henze

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