Insel Rusnė: Im Land der vielen Wasser

Persönliche Eindrücke aus dem Memeldelta: Erster Teil

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Der Gesang der Flößer

Hermann Sudermann hat ihn wohl noch gehört, den Gesang der Flößer. Geboren 1857 im Kreis Šilute und in der Stadt zur Schule gegangen, kannte er in diese Gegend bestimmt, so anschaulich, wie er sie in seiner “Reise nach Tilsit” beschrieben hat – in Worten, die auch heute nichts von ihrer Kraft verloren haben: “Auf der rechten Seite kommt nun Ruß, der große Herrenort, in dem so viel getrunken wird wie nirgends auf der Welt. Vor dem Rußner Wassserpunsch fürchten sich ja selbst die Herren von der Regierung. Zuerst mit den vielen Flößen davor der Anckersche Holzplatz und eine Sägemühle und dann noch eine und noch eine.”

Die Memel. Foto: Bild-Archiv Ostpreussen

Auch der Rußer Arzt Arthur Kittel erinnert sich an die Flöße und daran, dass Arbeiter aus Ruß und den Nachbardörfern “gegen gute Bezahlung und reichlich Schnapsspenden” die Stämme an Land zum Trocknen brachten.5 Das Holz wurde entweder auf Kähne verladen oder von Spediteuren im Auftrag von Memeler Holzkaufleuten zu Großflößen verbunden, die mit Segeln versehen über das Haff segelten.


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