Minija – das geteilte Dorf

Persönliche Eindrücke aus dem Memeldelta: Zweiter Teil

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Hinweisschilder auf Minija

Von Ventainė kommend gibt es an unterschiedlichen Straßenkreuzungen Hinweisschilder auf Minija. Aber das hat seinen Grund nicht in der Größe, sondern in der besonderen Lage, wie wir bald feststellen sollten. Die Straße ist nur kurze Zeit geteert, bald geht es über Schotter, vorbei an platten Feldern, die sich bis zum Horizont erstrecken. Dann rechter Hand ein gerader Wasserlauf, am Ufer aufgereiht und teilweise hinter Weidenbäumen versteckt die Häuser.

Die Schriftstellerin Charlotte Keyser wurde 1890 in Rusnė geboren. In ihrem Buch „Eine vergessene Geschichte“ beschreibt sie ihre Heimat: „Fahrt nur hinein in den breiten Atmathstrom und dann durch den gerade gezogenen Taggraben in die Minge, mitten durch das Fischerdorf Minge hindurch, dessen einzige Straße der Fluß ist.“ Wir wollten es nicht so recht glauben, doch am kleinen Hafen war die Fahrt zu Ende.

Von der Nordseite Blick auf den Hafen.

Wir standen in Süd-Minija. Nord-Minija war nur wenige Meter und doch nur mit dem Boot erreichbar von uns entfernt. Oder eben über einen großen Umweg über Land. Den nahmen wir dann einige Tage später.


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