Minija – das geteilte Dorf

Persönliche Eindrücke aus dem Memeldelta: Zweiter Teil

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Tief im Inneren Russlands

Die Minija (Minge) entspringt übrigens tief im Innern Russlands, so Hermann Pölking in seinem Buch „Das Memelland – Wo Deutschland einst zu Ende war“. Sie gehört „mit 208 Kilometern Länge zu den großen Nebenflüssen des Flusssystems der Memel. Sie speist sich aus dem Sideklis-See auf dem Baltischen Landrücken. … Im Augstumalmoor war die Minge 50 Meter breit und etwa sieben Meter tief. Zwischen Knaup und Krakerorter Land lag wie auf einer Insel das Fischerdorf Minge aufgereiht an beiden Seiten ihrer Mündung in den Taggraben. Die beiden Häuserreihen waren nur durch Fähren und Handkähne verbunden“.

Ein Ausflugsschiff im Hafen.

Nun – das hat sich bis heute nicht geändert. Allerdings treiben keine Flöße mehr an den Häusern vorbei. Das Holz kam aus Russland. Papierholz trieb wild stromabwärts und wurde dann in Sperren gefangen, bevor es auf Lastkähnen zu den Memeler Zellulosefabriken gebracht wurde. „In den 1930er Jahren dann ließ die Minge-Flößerei allmählich nach – in den litauischen Wäldern war schon zur Zarenzeit Raubbau betrieben worden. Der Holzstrom begann zu versiegen“, schreibt Pölking (zur Flößerei siehe auch … Memelland 1 > hier Link).  


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