Polens Plage: Mühselig mit ViaToll

Im Vergleich entpuppt sich das ViaToll-System für uns als kundenunfreundlich

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Es war befremdlich

Das war erstens befremdlich und zweitens gar nicht so einfach, denn ViaToll kennt unterschiedliche Qualitäten der Servicestellen, querschnittlich alle nicht wirklich gut ausgeschildert und oft auch nicht direkt an den Autobahnen –und wenn dann meist nur in einer Fahrtrichtung— gelegen, sondern irgendwo in der Pampa. Bei manchen von ihnen kann man ausschließlich einzahlen, und es gibt auch Vertriebsstellen nur für Lkw oder für Lkw und Pkw gemeinsam. Es bleibt verwirrend.


Die Hindernisstrecke von Budzisko (links ViaToll, rechts Parkflächen Richtung Litauen)

 

An der Raststätte von Budzisko, also an der litauischen Grenze erst, gelang es zu stoppen, um der ViaToll-Weisung gerecht zu werden. Wir waren auf Ostkurs, die ViaToll-Servicestelle liegt aber auf der anderen Seite, hinter reichlich Zäunen, Abgrenzungen und vier ordentlich verkehrsreichen Fahrspuren versteckt. Wie komme ich dahin, denn ein Fußweg war nicht auszumachen? Die Shop-Verkäuferin an der Tanke machte mir lachend klar: „Entweder unter den Zäunen durchkriechen oder drüber wegspringen.“ Wie auch immer, das Erreichen der Servicestelle wurde zum urbanen Abenteuer. Man erlebt ja auch sonst nichts.

Was war passiert. Die Dame rund 400 km zuvor hatte schlicht die falsche Emissionsklasse in den Antrag eingegeben, was nach angemessener Wartezeit in der Schlange unter Zuhilfenahme eines neuen Antragsstapels und einer neuen Box jetzt in Budzisko korrigiert werden musste. „Da geht sie sinnlos hin, die schöne Zeit meiner späten Jugend“, dachte ich, bevor ich mich auf den abenteuerlichen Trip zurück über und unter den Zäunen beziehungsweise Abgrenzungen begab.


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