Hurrikan Sandy: „Meine Flucht aus New York City“

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Je länger die Reise dauerte

Je länger die Reise dauerte, desto besser gefiel mir das Leben an Bord. Ich gewöhnte mich an die Tätigkeiten, kam mit der Crew gut aus – und vor allem genoss ich es, wenn wir in einem Hafen festmachten. Ich liebe es, ein mir unbekanntes Land zu bereisen. Die Neugierde treibt mich an. Sofern es der Dienstplan erlaubt, leihe ich mir ein Auto oder ein Fahrrad aus und fahre los. Oder ich organisiere Exkursionen für die Mannschaft. Ich verstehe dies auch als eine Geste, ihnen etwas für geleistete Arbeit zurückzugeben.

Lukasz Hajduk, Jahrgang 1974, stammt aus einer Kapitänsfamilie. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stettin. Seine liebsten Häfen sind New York, San Francisco und Hamburg. Fußball oder Seefahrt? Meine Entscheidung stand nach der Reise mit meinem Vater fest. 1997 verließ ich die Seefahrtsakademie von Stettin. Eine meiner ersten Stationen war eine skandinavische Reederei.

Ich bin, wie viele Seeleute, ein wenig abergläubig. Vor jeder Reise klopfe ich auf Holz. Es gibt mir einfach das gute Gefühl, dass nichts passieren wird. Damit alleine ist es aber natürlich nicht getan. Neptun passt genau auf, ob wir unseren Job gewissenhaft machen. Ich halte meine Crew zur Ordnung an und zur Aufmerksamkeit für Details. Die Verknüpfung kleiner Fehler ist es, die größere Probleme verursachen kann. Unser Schiffsmanagement in Hamburg ist ein verlässlicher und kompetenter Ansprechpartner für uns Kapitäne. Ich mag auch die schöne Tradition, dass wir vor jeder großen Tour einen handschriftlich unterzeichneten Brief erhalten, in dem man uns eine gute Reise wünscht. Das hat Stil.

An Bord



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