Hurrikan Sandy: „Meine Flucht aus New York City“

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Bei gutem Wetter kann jeder Kapitän sein

Es gilt aber auch der Satz: Wenn es nur gutes Wetter gäbe, dann könnte jeder Kapitän sein“. Wir lagen im Oktober 2012 mit der „Seoul Express“ in New York, als die E-Mail eintraf, die vor einem Supersturm warnte. „Run away and stay clear“, lautete die Empfehlung. Hurrikan Sandy, ein Wirbelsturm der gefährlichsten Kategorie Fünf, kam auf die Stadt zu. Die Behörden gaben an alle Schiffe die Order, so schnell wie möglich auszulaufen. Im Hafen würde es zu gefährlich sein. Sämtliche Häfen entlang der Ostküste wurden geschlossen.

Unsere nächste Station auf der Route sollte Norfolk sein, südlich von New York. Ich hielt meine Crew an, die Lösch- und Ladearbeiten so schnell wie möglich abzuschließen. Als eines der letzten Schiffe liefen wir aus. Die „Seoul Express“ ist ein Containerschiff der Panamax-Klasse, 294 Meter, mit Platz für 4800 TEU. Ich spürte, dass die Männer unruhig waren. Keiner wusste, was uns erwartete. Mit voller Kraft liefen wir Richtung Osten, so weit wie möglich hinaus auf den Atlantik. Wenn alles lief, wie wir es planten, zog Hurrikan Sandy nach unserer Flucht aus New York hinter unserem Heck vorbei.

Gestrandete Schiffe



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