Hurrikan Sandy: „Meine Flucht aus New York City“

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Der Wind nahm weiter zu

Der Wind nahm weiter zu. Nach Mitternacht verabschiedete sich das Messinstrument bei Beaufort 12 und zeigte fortan nur noch den Fehlercode 999 an. Wir waren trotz aller Eile in die Ausläufer dieses riesigen Sturms geraten. Mit einer Ausdehnung von fast tausend Seemeilen (1852 Kilometern) zählt er als der größte jemals auf dem Atlantik gemessene Hurrikan. Die Wellen maßen nun zwölf Meter und kamen, was unangenehm war, aus unterschiedlichen Richtungen. Eine schlug an Backbord ein und beschädigte die Verschanzung stark. Der Stahl wurde von der Kraft des Ozeans eingedrückt wie Pergamentpapier.
Nach einigen Stunden beruhigte sich die See. Wir änderten den Kurs und liefen wieder Richtung Westen, auf die Küste zu. Sandy kostete 285 Menschen das Leben und verursache Schäden in Höhe von 70 Milliarden US-Dollar.

New York City

Die Lage normalisierte sich nur langsam, die Häfen öffneten wieder. In der Seekarte sah unsere Fluchtroute – knapp tausend Seemeilen weit – aus wie ein langgezogenes, flaches, Rechteck. Wir machten in Norfolk fest.

 

Text und Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung aus Hapag-Lloyd Insight entnommen: Link



 

 

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