Auf rauem Weg ins Donaudelta

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Mit dem Tragflächenboot durchs Donau-Delta. Fotos: Sabine Sopha, Wolf Henze

„Sag mal, hast Du irgendwo einen Abzweig zur Fähre gesehen“, sprach ich zur besten Beifahrerin, während wir mit der „Bergziege“ bereits die zweite Runde über die Hauptstraße der kleinen Ortschaft Nufaru drehten. „Nö“, flötet sie und bescherte uns damit dann die dritte Runde durchs Dorf. Nun sahen alle Nebenstraßen in Nufaru irgendwie wie Hofeinfahrten oder Feldwege und nicht wie richtige Straßen aus, aber egal, irgendwann bogen wir einfach ab und siehe da, nur wenige hundert Meter weiter ging es einen Lehmberg steil bergab und unten im Fluss lag festgemacht eine Material-Barge mit einem kleinen Schlepper längseits.

Mit der „Bergziege“ auf die „Fähre“

Wir waren angekommen, offensichtlich, denn das war wohl die Fähre, die über den Saint George-Arm der Donau direkt ins Delta führt, allemal jedoch über den Flussarm zur kleinen Siedlung Ilganii de Jos. Diese Fähre ist schon denkwürdig, witzig auch die Preistabelle für deren Nutzung. Die enthielt mindestens einhundert Positionen. Man würde nicht vermuten, dass es so viele unterschiedliche Fahrzeugklassen geben könne in Rumänien oder sonst wo auf dem Planeten. Aber egal, irgendwas rund um ein Euro umgerechnet bezahlt und los konnte die Fahrt gehen, die mich allerdings ein wenig beunruhigte, weil ich keine Chance gehabt hätte, die „Bergziege“ während der Überfahrt zu verlassen. Gut nur, dass Sabine zu Fuß an Bord gegangen war und entspannt am Heck der Barge stehen konnte. Ich war jedenfalls froh, als wir das gegenüberliegende Ufer nach wenigen Minuten erreicht hatten.


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