Schlauchboot in Seenot: Camping Park Lüneburger Heide

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Der Strand am Badeweiher

„Iiiiih!“ Der Schreckensruf lässt aufhorchen. Der Erdbeerbecher ist für einen Moment vergessen, das Geschehen auf dem Badeteich fordert Aufmerksamkeit. Das orange Schlauchboot ist offensichtlich in Seenot geraten.

„Der tut nix“, ist dann zu hören und gleich darauf zwei Mal kurz hintereinander ein kräftiges „Platsch“. Der Kapitän ist  von Bord gesprungen, auch sein Matrose. Zurück bleibt der weibliche Passagier, der sich verängstigt in eine Ecke drückt. Die ganze angespannte Haltung des vielleicht sechsjährigen Mädels signalisiert Ekel. Es muss das Boot mit einem Frosch teilen, der von einem etwa Neunjährigen hineingeworfen wurde. Die quitschgrüne Amphibe denkt wahrscheinlich: „Warum ich? Was soll ich in diesem Boot? Und warum hat das Mädchen Angst vor mir?“ und hofft auf eine baldige Befreiung. Die kommt in Gestalt eines schwimmenden Blondschopfes, der das Tier beherzt zurück in den Teich befördert. Nach kurzer Zeit übernimmt der kleine Kapitän wieder die Ruder.

Die Sonne brennt, das Erdbeereis schmilzt und über der Szenerie liegt wieder sommerliche Lethargie. So ein Tag im Camping Lüneburger Heide ist entspannend und erlebnisreich zugleich.

Der Quick-Camping-Platz vor den Toren des Camping Parks Lüneburger Heide
Der Quick-Camping-Platz vor den Toren des Camping Parks Lüneburger Heide

Die große Anlage nahe Schneverdingen und damit direkt am Naturpark Lüneburger Heide ist ganzjährig geöffnet, das sogenannte „Quick Camping“ vor der Schranke bietet Wohnmobilen und Wohnwagen von April bis Oktober Platz. „Ausgebucht“ hieß es jetzt über Pfingsten aus dem Büro. Das galt jedoch lediglich für die Campingparzellen. Die sind wunderbar groß und durch Hecken und Sträucher voneinander getrennt, so dass Privatsphäre vorhanden ist. Ein großes Plus!

Aber auch der Womo-Stellplatz ist großzügig angelegt – das Ausfahren der Markise ist kein Problem. Zwar waren über die Feiertage etliche Plätze reserviert, aber der kurzentschlossene Mann mit einem Quäntchen Glück ergatterte freien Raum ganz am Ende, vor der Zeltwiese. Das heißt: Freier Blick auf Gras, Rhododendren, einen Weiher und jungen Pärchen in Zelten kaum größer als eine Dackelhalle. Das bedeutet alles in allem: Froschkonzert am Morgen, blökende Schafe aus der Ferne und jede Menge fliegender Besuch, also die große Variante. Amseln, Bachstelzen, Tauben … Die kleinen stechenden Vertreter lassen sich ja mit „Anti-Brumm“ in Schach halten. Einziger Nachteil des „Quick Camping“: Dahinter verläuft gleich die Bundesstraße 3, entsprechend dicht ist der Verkehr. Aber man kann ihn ertragen.

Das Restaurant mit Biergarten
Im Hintergrund: Restaurant mit Biergarten

Weiter hinten auf dem Platz ist es himmlisch ruhig. Frösche quaken allerdings auch hier (wenn sie nicht gerade in Schlauchboote geworfen werden). In vielen Details zeigt sich die Liebe, mit der dieser Platz angelegt wurde. Blumige Beete mit Lupinen und Zierlauch vor den Badehäusern, die weder von außen noch von innen die Anmutung der üblichen Toilettenanlagen haben. Dort zeigt sich, wie mit Gestaltungsgeschick und Blick fürs Detail eine angenehme Atmosphäre erzeugt werden kann. Im Innern verfügen die Häuser über Familienbäder, das heißt zwei Wachbecken, Toilette und zwei Duschen in einer großen Kabine, dazu großzügiger Platz zum Umkleiden. Mit Kindern kann man hier bequem eine große Säuberungsaktion starten; aber auch zu Zweit weiß man den Komfort zu eines Bades zu schätzen. Sehr schön ist, dass man sie nicht extra mieten muss. Die Benutzung ist im Platzpreis inbegriffen! Und auch hier zeigt sich, wie mit wenigen, aber gezielten Mitteln das Null-Acht-Fuffzehn-Fliesen-Ambiente verbessert werden kann. Kleine Mosaikabschlussränder, Mosaik an einer Säule, knorrige Holzhaken für die Wäsche. Selten haben wir so schön geduscht!

Frisch gestylt geht’s dann am Abend in das platzeigene Restaurant, zu dem auch der Biergarten neben dem Badeteich gehört, an dem sich die Eingangsszene abspielte. Es bietet nicht viele Plätze und nur eine kleine, aber feine Karte. Die Bedienung ist fröhlich und freundlich. Der Erdbeerbecher ist beerig gut, die Spargelcremesuppe ein Gedicht und auch der Knipp (eine Heidegericht) lecker.

...auch Zelte finden Platz
…auch Zelte finden Platz

Die Aufzählung, was diesen Platz auszeichnet, könnte noch lange weiter gehen: Der Badeteich mit kleinem Strand, eine Fahrrad-Reparaturecke, ein Streichelzoo, Kart-Verleih und, und, und. Als Weitgereiste sind wir uns einig: Einer der schönsten Plätze, auf denen wir bisher mobil gelebt haben.

Wolfgang Henze
Wolfgang Henze

Info: http://www.camping-lh.de

 

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