Sauerland-Recherche Teil 6: Auf der Wasserscheide

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Kirchhundem (wwot) – Ursprünglich war der Rhein-Weser-Turm nur eine Schutzhütte für Waldarbeiter, Kirchgänger, Wanderer und Skifahrer. Erst später entstand die Idee ihn zum Aussichtsturm auszubauen. Errichtet wurde er schließlich im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme 1932. Sein Bau dauerte nur 77 Tage.

Hoch klettern, weit gucken. Fotos: Henze
Hoch klettern, weit gucken. Fotos: Henze
Dort geht´s lang
Dort geht´s lang

Der Holzturm auf dem Gemeindegebiet von Kirchhundem, rund 850 Meter ostnordöstlich der Westerbergs, wurde am 21. August 1932 mit viel Prominenz und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eröffnet. Er hat einen quadratischen Grundriss mit massivem Sockel aus Porphyrgestein. Die Konstruktion besteht aus vier Fichtenstämmen mit einer verbretterten Außenhaut. Er verjüngt sich nach oben von rund 9 mal 9 auf 4 mal 4 Meter. Acht Stockwerke hat der Turm und wird über 113 Buchenholzstufen erklommen. Etwa 10.000 Besucher klettern jährlich die Stufen hoch, um atemlos oben anzukommen. Aber dann ist der Ausblick phantastisch und die Mühen des Aufstiegs wert.

Seine ganz große Zeit hatte der Turm jedoch in den 1930er Jahren. 61.500 Aufstiegskarten wurden alleine von 1932 bis 1940 verkauft. Geld blieb aber nicht über, denn das wurde alles für die Instandhaltung verwendet. Grundsaniert musste die Konstruktion bereits 1948 werden.

Heute ist der Turm eine beliebte Attraktion im Sauerland und zieht viele Wanderer und Touristen an. Der gute Ruf des Gasthofs und die phantastische Fernsicht sorgen für ausreichende Anziehungskraft. Sogar heiraten kann man auf dem Rhein-Weser-Turm. Dort ist nämlich auch ein Trauzimmer des Standesamts untergebracht, so dass man rund 700 Meter über Normal Null im Sauerland heiraten kann.

Sauerland: Tausend Berge
Sauerland: Tausend Berge
Der Aufstieg steht bevor
Der Aufstieg steht bevor

Woher hat der Turm seinen Namen? Das ist einfach. Er steht nämlich auf der Wasserscheide von Rhein und Weser. Auf diesem trennenden Element verläuft der Rothaarsteig über eine lange Strecke. Die Wasserscheide zieht sich von Nordosten her kommen auf Brilon zu. Von dort geht sie weiter bis zum Quellgebiet von Lahn, Eder und Sieg.

Wer seinen Blick also mal über das gesamte Land der tausend Berge schweifen lassen will, für den bietet die oberste Plattform des Rhein-Weser-Turms die allerbesten Voraussetzungen. Wolfgang Henze

 

 

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